Gruppenfoto der Schülerinnen und Schüler aus Backnang und Herzlia in gleichen SCORA-T-Shirts in Budapest

Drittortbegegnung mit israelischer Partnerschule in Budapest

🌍 10. November 2025

Schülerinnen und Schüler der EBS und der israelischen Atid-Raziel-Schule aus Herzlia trafen sich im Rahmen von SCORA zu einer Drittortbegegnung in Budapest.

Schülerinnen und Schüler der Eduard-Breuninger-Schule aus Backnang und der israelischen Atid-Raziel-Schule aus Herzlia nahmen an einer Drittortbegegnung in Budapest teil. Die Begegnung fand im Rahmen des Programms „SCORA – Schools opposing Racism and Antisemitism“ statt und hatte das Ziel, interkulturellen Austausch zu fördern sowie das Bewusstsein für Demokratie und aktive Bürgerschaft zu stärken.

Den Auftakt der Woche bildete ein gemeinsames Willkommensmittagessen, bei dem erste Kontakte geknüpft wurden. Anschließend erkundeten die Jugendlichen bei einer Stadtführung durch das jüdische Viertel, organisiert von der Initiative Haver, die Geschichte und kulturelle Vielfalt Budapests. Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch der Dohány-Synagoge, einer der größten Synagogen Europas. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte des Judentums in Ungarn, was viele nachhaltig bewegte.

Ergänzt wurde das Programm durch den Besuch der St.-Stephans-Basilika, bei dem die Teilnehmenden mehr über das Christentum erfuhren. Der interreligiöse Austausch bot Raum für offene Gespräche, förderte gegenseitigen Respekt und trug zum Abbau von Vorurteilen bei.

Am 5. November gedachten die Schülerinnen und Schüler anlässlich des Rabin Memorial Day des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin. Anschließend besuchten sie die deutsche Botschaft in Budapest, wo sie Einblicke in diplomatische Arbeit und aktuelle europäische Herausforderungen erhielten. Eine geführte Tour durch ein Roma-Viertel machte zudem auf gesellschaftliche Vielfalt und soziale Fragestellungen in Ungarn aufmerksam.

Im Mittelpunkt der gesamten Woche standen der persönliche Austausch und gemeinsame Diskussionen. In Gesprächen über Alltag, Schule und Werte entstanden neue Freundschaften über Ländergrenzen hinweg. Zum Abschluss reflektierten die Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Abendessen ihre Erfahrungen. Viele betonten, wie bereichernd die Begegnung gewesen sei und wie sehr sie ihr Verständnis für Toleranz, Respekt und aktive Bürgerschaft gestärkt habe.

Die beteiligten Schulen ziehen ein positives Fazit: Drittortbegegnungen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Bildung und zur Förderung eines verantwortungsbewussten gesellschaftlichen Engagements junger Menschen.

Die Teilnehmer freuen sich bereits auf zukünftige Projekte, die den Austausch und das Verständnis zwischen den Kulturen weiter vertiefen werden.

Text/Bild: Lisa Sinn / Katja Ruta

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