Blick über die Dächer der Kopenhagener Innenstadt vom Schloss Christiansborg aus, im Vordergrund ein Kanal

Ein Auslandspraktikum in Kopenhagen – persönlicher und beruflicher Wendepunkt

🌍 14. Oktober 2026 · Foto: Pudelek, CC BY-SA 4.0 (creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), via Wikimedia Commons

Für Jeremy, Auszubildender zum Industriekaufmann, wurde ein Erasmus+-Auslandspraktikum in Kopenhagen zur prägenden Erfahrung – beruflich wie persönlich.

Für Jeremy, 32 Jahre alt, Familienvater und Auszubildender zum Industriekaufmann bei der RIVA GmbH Engineering, wurde ein Auslandspraktikum in Kopenhagen zu einer prägenden Erfahrung – sowohl beruflich als auch persönlich. Ermöglicht wurde diese besondere Chance durch die Teilnahme der Eduard-Breuninger-Schule am Erasmus+-Programm, das dem Berufsschüler internationale Einblicke und wertvolle neue Perspektiven eröffnete.

Die Suche nach einem Praktikumsplatz gestaltete sich zunächst schwierig. Die Krise in der Automobilzulieferindustrie erschwerte viele Bewerbungen. Schließlich eröffnete sich Jeremy jedoch die Möglichkeit, sein Praktikum bei Microbizz by Ventu A/S in der dänischen Hauptstadt zu absolvieren. Unterstützt durch das Erasmus+-Programm konnte er wertvolle internationale Berufserfahrungen sammeln.

Bereits die Ankunft in Kopenhagen hinterließ Eindruck. Die moderne Architektur und die offene Atmosphäre der Stadt faszinierten ihn sofort. Am ersten Arbeitstag wurde Jeremy persönlich von der Geschäftsführerin Camilla empfangen. Ein gemeinsames Teamfrühstück auf Englisch sorgte dafür, dass er sich von Beginn an als vollwertiges Teammitglied fühlte.

In den folgenden Wochen arbeitete Jeremy eng mit dem Plug-in-Entwickler Madrigal zusammen. Gemeinsam entwickelten sie Berechnungsmodelle und Datenlogiken für ein Projekt zur Automatisierung von Nebenkostenabrechnungen. Dabei erhielt er nicht nur fachliche Einblicke, sondern lernte auch die dänische Arbeitskultur kennen – geprägt von Vertrauen, flachen Hierarchien und Wertschätzung.

Auch außerhalb der Arbeit nutzte Jeremy die Zeit intensiv. Mit dem Fahrrad erkundete er die Stadt, erlebte die gut ausgebaute Infrastruktur und besuchte unter anderem das alternative Viertel Christiania, das ihn mit seiner kreativen Freiheit beeindruckte.

Den Abschluss bildete eine emotionale Abschiedsfeier, bei der Jeremy sein Projekt vor der Geschäftsführung präsentierte. „In diesem Moment wurde mir klar, dass ich hier wirklich etwas beitragen konnte“, resümiert er.

Für Jeremy war das Praktikum weit mehr als ein Pflichtbestandteil seiner Ausbildung: Es stärkte sein Selbstvertrauen und bestätigte ihn darin, auch in einem internationalen Umfeld erfolgreich arbeiten zu können. Möglich wurde diese Erfahrung durch die Unterstützung von Erasmus+ und der RIVA GmbH Engineering – und sie wird ihn beruflich wie persönlich nachhaltig prägen.

Text: Lisa Sinn / Katja Ruta

← Zurück zu Projekte|Alle Beiträge